Immobilie verkaufen oder vermieten? Die Rechnung, die wir mit Eigentümern durchgehen

Entscheidung16. September 20268 Min. LesezeitVon Daniel BenkerZuletzt geprüft: Oktober 2026

Kurz gesagt

Vermieten lohnt sich, wenn die Nettomietrendite plus erwartete Wertentwicklung über dem liegt, was der Verkaufserlös nach Kosten und Steuern anderswo bringt – und wenn Sie den Aufwand tragen wollen. Verkaufen ist meist richtig, wenn die Zehnjahresfrist abgelaufen ist, das Objekt Sanierungsbedarf hat, die Nettorendite unter 2,5 % liegt oder Sie das Kapital brauchen. Wir rechnen beide Wege mit Ihren Zahlen durch, weil wir beide Seiten kennen: Verkauf und Verwaltung.

Teil unseres Leitfadens Immobilie verkaufen: der Ablauf in acht Schritten – dort finden Sie den Überblick über alle Stationen bis zum Notar.

Diese Frage bekommen wir von Erben, von Eigentümern, die umziehen, und von Paaren nach einer Trennung. Weil wir sowohl verkaufen als auch Wohnungen im eigenen Haus verwalten, haben wir kein Interesse an einer bestimmten Antwort. Hier ist die Rechnung, die wir mit Ihnen durchgehen.

Welche Zahlen brauchen Sie für die Entscheidung?

Beispiel: Zwei-Zimmer-Wohnung in München, abbezahlt

Variante A: Verkaufen

  • Verkaufspreis leer: 520.000 €, Provision −18.564 €, Kosten −1.500 €, Steuer 0 € (über 10 Jahre)
  • Nettoerlös: ca. 500.000 €
  • Bei 3,5 % Rendite anderswo: ca. 17.500 € p. a. vor Steuer

Variante B: Vermieten

  • Kaltmiete 1.450 €/Monat = 17.400 € p. a.
  • Nicht umlagefähige Kosten (Verwaltung, Rücklage, Instandhaltung, 1 Monat Mietausfallwagnis): ca. −3.400 €
  • Nettomietertrag: ca. 14.000 € p. a. = 2,7 % auf 520.000 €
  • Plus Wertentwicklung 1,5 % p. a.: ca. 7.800 € → zusammen ca. 4,2 % p. a. vor Steuer
  • Dagegen: Aufwand, Mieterrisiko, gebundenes Kapital, Instandhaltung nach Mieterwechsel

Rechnerisch liegt Vermieten hier knapp vorn – aber nur, wenn die Wertentwicklung eintritt und kein größerer Instandhaltungsfall kommt. Mit 3.000 € Jahresmiete weniger oder einer anstehenden Sanierung der Gemeinschaft kippt die Rechnung. Deshalb: nicht mit Durchschnittswerten rechnen, sondern mit Ihrem Objekt.

Sie möchten Ihre Immobilie verkaufen?

Kostenfreie Einwertung – begründet, schriftlich, ohne Auftrag.

Wir sehen uns Lage, Zustand, Mietsituation und Vergleichsverkäufe an und sagen Ihnen 48 Stunden nach dem Termin, was Ihre Immobilie realistisch bringt. Verkauf in ganz Bayern, Ansprechpartner: Daniel Benker.

Einwertung anfragen → Oder direkt: +49 173 2511277 · info@bm-pp.com

Wann ist Vermieten klar besser?

Wann ist Verkaufen klar besser?

Gibt es einen dritten Weg?

Zwei: Erstens vermieten und später an einen Anleger verkaufen – die vermietete Wohnung bringt dann etwas weniger als die leere, aber Sie haben in der Zwischenzeit Miete und ggf. den Fristablauf. Zweitens jetzt verkaufen und das Kapital in eine neue, besser rentierende Kapitalanlage stecken, zum Beispiel einen Neubau mit degressiver AfA. Beides rechnen wir Ihnen gegeneinander durch. Mehr zu Anlegerpreisen in Vermietete Wohnung verkaufen.

Stand: 1. Oktober 2026. Rechtsstand und Marktdaten werden regelmäßig geprüft; Gesetzesänderungen können die Angaben überholen.

Häufige Fragen

Was ist besser: Immobilie verkaufen oder vermieten?
Das hängt von Nettorendite, Wertentwicklung, Steuern, Kredit und Ihrem Kapitalbedarf ab. Faustregel: Über 3 % Nettorendite in guter Lage spricht für Vermieten, unter 2,5 % oder bei Sanierungsbedarf für Verkaufen.
Wie berechne ich die Rendite einer Vermietung?
Jahreskaltmiete abzüglich nicht umlagefähiger Kosten (Verwaltung, Rücklage, Instandhaltung, Mietausfallwagnis), geteilt durch den aktuellen Marktwert. Dazu kommt die erwartete Wertentwicklung, konservativ 1–2 % pro Jahr.
Muss ich Mieteinnahmen versteuern?
Ja, als Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung mit Ihrem persönlichen Steuersatz. Abziehbar sind AfA, Kreditzinsen, Verwaltung, Instandhaltung und weitere Werbungskosten – die Steuerlast ist deshalb oft deutlich geringer als der Bruttoertrag vermuten lässt.
Kann ich die Wohnung erst vermieten und später verkaufen?
Ja. Eine vermietete Wohnung verkaufen Sie dann an einen Kapitalanleger, der mit der Ist-Miete rechnet – meist 10–20 % unter dem Preis für eine leere Wohnung. Dafür haben Sie bis dahin Mieteinnahmen und ggf. den Ablauf der Spekulationsfrist.
Porträt Daniel Benker
Geschäftsführer, BM Property Partners
Daniel Benker

Führt bei BM Property Partners den Verkauf im Einzelmandat persönlich – vom ersten Termin bis zum Notar. Rund 12 Verkäufe pro Jahr, im Schnitt 60 Tage vom Auftrag bis zum Notartermin.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Steuer- oder Rechtsberatung. Steuerliche und rechtliche Folgen hängen von Ihrer persönlichen Situation ab; Gesetzeslage und Marktdaten können sich ändern. Sprechen Sie vor einer Entscheidung mit Ihrem Steuerberater oder Notar – wir binden beide auf Wunsch in den Verkauf ein.
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