Kurz gesagt
In Bayern außerhalb Münchens bestimmen drei Dinge den Hauspreis: Lage zur nächsten Wirtschaftsregion (Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Ingolstadt, Münchner Umland), energetischer Zustand und Grundstück. Käufer sind überwiegend Familien mit Finanzierung, in Universitäts- und Industriestädten auch Kapitalanleger für Mehrfamilienhäuser. Verkaufszeiten sind länger als in München, die Käuferkreise kleiner – ein realistischer Preis und ein vollständiger Datenraum sind dort noch wichtiger. Wir verkaufen in ganz Bayern, mit Schwerpunkt München und Nürnberg.
Teil unseres Leitfadens Immobilie verkaufen: der Ablauf in acht Schritten – dort finden Sie den Überblick über alle Stationen bis zum Notar.
Ein Haus in Erding verkauft sich anders als eines in Hof, und beide anders als eine Wohnung in Schwabing. Wir verkaufen in ganz Bayern und sehen die Unterschiede jede Woche. Hier ist, was Eigentümer außerhalb Münchens wissen sollten.
Wo ist die Nachfrage in Bayern stabil?
- Münchner Umland (S-Bahn-Bereich): Weiterhin hohe Nachfrage von Familien, die in der Stadt kein Haus finanzieren können. Preise für Einfamilienhäuser je nach Gemeinde und Zustand 700.000 bis weit über 1,5 Mio. €. Entscheidend: S-Bahn-Nähe, Schulen, Zustand.
- Nürnberg, Fürth, Erlangen: Breiter Arbeitsmarkt (Siemens, Industrie, Universität), Preise deutlich unter München, stabile Nachfrage von Eigennutzern und Kapitalanlegern. Mehrfamilienhäuser sind hier für Anleger interessant – siehe unseren Beitrag Kapitalanlage in Nürnberg.
- Augsburg, Regensburg, Ingolstadt, Landshut: Wachsende Städte mit Industrie und Hochschulen; Häuser in Stadtnähe sind gefragt, im Umland hängt es an der Verkehrsanbindung.
- Ländlicher Raum (Oberfranken, Teile Niederbayerns, der Oberpfalz): Kleinere Käuferkreise, längere Vermarktungszeiten, Preise stark vom energetischen Zustand abhängig. Hier scheitern Verkäufe am häufigsten am Preis.
Was bestimmt den Hauspreis außerhalb der Städte?
| Faktor | Wirkung |
|---|---|
| Entfernung zur Wirtschaftsregion | Jede Viertelstunde Pendelzeit mehr senkt den Käuferkreis und den Preis spürbar. |
| Energetischer Zustand | Bei Häusern der Baujahre 1960–1990 der größte Einzelfaktor: Effizienzklasse G/H mit Ölheizung kann 25–35 % unter einem sanierten Vergleichshaus liegen. |
| Grundstück | Größe, Zuschnitt, Bebaubarkeit (Nachverdichtung, zweites Haus), Erschließung. Bodenrichtwerte in Bayern über BORIS Bayern einsehbar. |
| Bausubstanz und Modernisierung | Dach, Fenster, Heizung, Elektrik, Bad – mit Belegen. |
| Infrastruktur | Schule, Kita, Einkauf, Arzt, ÖPNV, Glasfaser. |
| Besonderheiten | Erbbaurecht, Wegerechte, Baulasten, Denkmalschutz, Hochwassergebiet – gehören in die Einwertung, bevor Käufer sie finden. |
Kostenfreie Einwertung – begründet, schriftlich, ohne Auftrag.
Wir sehen uns Lage, Zustand, Mietsituation und Vergleichsverkäufe an und sagen Ihnen 48 Stunden nach dem Termin, was Ihre Immobilie realistisch bringt. Verkauf in ganz Bayern, Ansprechpartner: Daniel Benker.
Einwertung anfragen → Oder direkt: +49 173 2511277 · info@bm-pp.comWer kauft Häuser in Bayern?
Überwiegend Familien mit Bankfinanzierung – oft mit Eigenkapital aus dem Verkauf einer Wohnung oder aus der Familie. Das heißt für Sie: Die Finanzierungsprüfung der Bank entscheidet mit, und die Bank schaut auf Energieausweis, Bausubstanz und Beleihungswert. In Universitäts- und Industriestädten kaufen zusätzlich Kapitalanleger, vor allem Zwei- und Mehrfamilienhäuser. Für reine Einfamilienhäuser auf dem Land gibt es praktisch keine Anleger – der Preis richtet sich allein nach dem, was Eigennutzer finanzieren können.
Was ist bei Grundstück und Gebäude vorab zu klären?
- Baulastenverzeichnis: In Bayern gibt es kein Baulastenverzeichnis wie in anderen Ländern – entsprechende Belastungen stehen im Grundbuch (Abteilung II: Wegerechte, Leitungsrechte, Vorkaufsrechte) oder sind über das Bauamt zu klären.
- Genehmigungslage: Anbauten, Wintergärten, Garagen, Dachausbauten – stimmt die Bauakte mit dem Bestand überein? Ungenehmigte Bauten sind ein Verhandlungsargument und ein Haftungsrisiko.
- Erschließung und Beiträge: Sind Straßenausbau- oder Erschließungsbeiträge offen? Bayern hat die Straßenausbaubeiträge 2018 abgeschafft, Erschließungsbeiträge für Ersterschließungen können aber noch anfallen.
- Altlasten, Hochwasser, Radon: Lage in Überschwemmungs- oder Radonvorsorgegebieten gehört in die Information an den Käufer.
- Heizung und Kamin: Bescheinigungen des Schornsteinfegers, Alter der Heizung, bei Öltanks Prüfprotokoll.
Wie lange dauert ein Hausverkauf außerhalb Münchens?
Länger als bei einer Münchner Wohnung, weil der Käuferkreis kleiner ist und Finanzierungen länger dauern. Realistisch: zwei bis vier Monate bis zum Notartermin bei marktgerechtem Preis, in ländlichen Lagen auch sechs Monate. Der Preis ist hier noch entscheidender als in der Stadt – ein überteuertes Haus im Landkreis findet schlicht keinen Käufer, weil es keine Nachrücker gibt. Wir setzen den Angebotspreis deshalb aus Vergleichsverkäufen des Gutachterausschusses und eigenen Abschlüssen, nicht aus Portalpreisen.
Wie arbeiten wir außerhalb Münchens?
Einwertung vor Ort, Datenraum mit allen Unterlagen, Fotos und Exposé für Familien, Vermarktung über Portale und – bei Mehrfamilienhäusern – über unsere vorgemerkten Anleger. Besichtigungen führt Daniel Benker selbst, auch in Franken und Niederbayern. Die Einwertung ist in ganz Bayern kostenfrei.
Stand: 1. Oktober 2026. Rechtsstand und Marktdaten werden regelmäßig geprüft; Gesetzesänderungen können die Angaben überholen.