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Immobilien als Kapitalanlage in Nürnberg: Warum der Standort für Investoren funktioniert

Standort-Analyse6. September 20267 Min. LesezeitVon Silas Seitz

Nürnberg steht selten auf den Titelseiten der Immobilienpresse – und ist genau deshalb für Kapitalanleger interessant. Die Stadt bietet einen wachsenden Arbeitsmarkt, eine breite Branchenmischung und Einstiegspreise, die deutlich unter dem Münchner Niveau liegen. Dieser Beitrag zeigt, wie wirtschaftsstark der Standort tatsächlich ist und worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Nürnberg in Zahlen: ein unterschätzter Wirtschaftsstandort

Nürnberg wird als Investitionsstandort oft übersehen – zu Unrecht. Die Stadt zählt rund 548.000 Einwohner und erwirtschaftet ein Bruttoinlandsprodukt von etwa 38,2 Milliarden Euro. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag im Juni 2025 bei 320.595 und ist in zehn Jahren um rund 11 Prozent gewachsen. Im Juli 2026 hatte Nürnberg die drittniedrigste Arbeitslosenquote unter den großen deutschen Städten.

Noch aussagekräftiger ist der Blick auf die Europäische Metropolregion Nürnberg: rund 3,5 Millionen Einwohner, etwa 1,9 Millionen Erwerbstätige und eine regionale Wirtschaftsleistung von rund 181 Milliarden Euro. Über 25.000 Unternehmen sind allein in der Stadt ansässig, die Exportquote der Industrie liegt über 50 Prozent.

Die Branchenstruktur

Nürnberg lebt nicht von einer Branche. Der Standort verbindet Industrie und Maschinenbau mit einem starken IT- und Software-Cluster, Medizintechnik, Logistik sowie Verwaltung und Forschung. Diese Mischung ist für Vermieter der eigentliche Punkt: Sie verteilt das Risiko auf mehrere Arbeitgeberwelten statt auf eine.

Warum sich Immobilien in Nürnberg für Kapitalanleger rechnen

Der wirtschaftliche Unterschied zum Wirtschaftsstandort München ist kleiner, als die Preisdifferenz vermuten lässt. Genau daraus entsteht die Chance: Sie kaufen in Nürnberg einen intakten, wachsenden Arbeitsmarkt zu einem deutlich niedrigeren Einstiegspreis – und erhalten dafür ein besseres Verhältnis von Miete zu Kaufpreis als in der Landeshauptstadt.

Für viele unserer Kunden ist das der entscheidende Hebel. Wer 300.000 Euro investieren möchte, bekommt in Nürnberg mehr Fläche, mehr Miete und häufiger einen laufenden Überschuss statt eines monatlichen Eigenaufwands. Was Sie dafür mitbringen müssen, ist eine sorgfältigere Standortprüfung: In Nürnberg entscheidet der Stadtteil stärker über die Vermietbarkeit als in München, wo der Nachfragedruck fast jede Lage trägt.

Wie sich ein konkreter Fall rechnet, können Sie in unserer Musterberechnung selbst durchspielen – inklusive Steuereffekt und Eigenaufwand pro Monat.

Welche Objekte in Nürnberg funktionieren

Aus unserer Vertriebs- und Verwaltungspraxis in Nürnberg funktionieren vor allem drei Objekttypen:

Sanierter Altbau in gewachsenen Stadtteilen. Nürnberg hat einen großen Bestand aus der Gründerzeit und den Nachkriegsjahrzehnten. Fachgerecht saniert – Fenster, Heizung, Bäder, Elektrik – sind das Objekte mit stabiler Nachfrage und, bei per Gutachten verkürzter Restnutzungsdauer, erhöhter Abschreibung.

Denkmalobjekte in der Metropolregion. In Fürth und Nürnberg haben wir mehrfach denkmalgeschützte Häuser begleitet. Die Denkmal-Abschreibung ist einer der stärksten Steuerhebel im deutschen Immobilienrecht – sie setzt allerdings saubere Sanierungsplanung und eine belastbare Vermietungsprognose voraus.

Mehrfamilienhäuser zur Aufteilung. Für Investoren mit größerem Volumen ist die Aufteilung in Eigentumswohnungen ein Weg, Substanz und Verwertbarkeit zu verbinden. Ein Beispiel aus unserem Portfolio finden Sie unter Objekte als Beleg.

Was Sie bei einer Kapitalanlage in Nürnberg prüfen sollten

Der niedrigere Einstiegspreis darf nicht zur Nachlässigkeit verleiten. Drei Punkte prüfen wir bei jedem Nürnberger Objekt, bevor wir es zeigen:

Fazit: Nürnberg ist der rationale Gegenentwurf zu München

Nürnberg bietet einen wachsenden Arbeitsmarkt mit einer der niedrigsten Arbeitslosenquoten unter Deutschlands Großstädten, eine breite Branchenmischung und eine Metropolregion mit 3,5 Millionen Einwohnern – zu Einstiegspreisen, die deutlich unter denen der Landeshauptstadt liegen. Für Kapitalanleger, die laufenden Überschuss und Steuerwirkung suchen statt maximaler Wertstabilität, ist das häufig der passendere Markt.

Wir sind in Nürnberg nicht nur im Vertrieb aktiv, sondern verwalten auch selbst. Was wir über Mieterwechsel, Instandhaltung und Eigentümergemeinschaften wissen, fließt in die Objektauswahl ein – bevor Sie ein Exposé sehen.

Quellen der Standortdaten: Stadt Nürnberg, Wirtschaftsförderung (Stand 2025/2026), sowie Europäische Metropolregion Nürnberg. Marktaussagen beruhen auf unserer laufenden Objektprüfung und Verwaltungspraxis.

Häufige Fragen

Lohnt sich eine Immobilie als Kapitalanlage in Nürnberg?
Für viele Investoren ja. Nürnberg verbindet einen wachsenden Arbeitsmarkt – rund 320.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, plus 11 Prozent in zehn Jahren – mit deutlich niedrigeren Einstiegspreisen als München. Dadurch ist das Verhältnis von Miete zu Kaufpreis besser und ein laufender Überschuss häufiger erreichbar. Wichtiger als in München ist die Prüfung der Mikrolage.
Wie wirtschaftsstark ist Nürnberg wirklich?
Die Stadt erwirtschaftet ein Bruttoinlandsprodukt von rund 38,2 Milliarden Euro, die Metropolregion rund 181 Milliarden Euro bei etwa 3,5 Millionen Einwohnern. Im Juli 2026 hatte Nürnberg die drittniedrigste Arbeitslosenquote unter den großen deutschen Städten. Die Wirtschaft ist breit aufgestellt: Industrie, IT, Medizintechnik, Logistik, Verwaltung und Forschung.
Nürnberg oder München: Wo sollte ich investieren?
München steht für maximale Wertstabilität bei niedriger Anfangsrendite, Nürnberg für besseren laufenden Ertrag bei etwas höherem Standortprüfungsaufwand. Viele unserer Kunden kombinieren beides über die Zeit. Welcher Markt zuerst passt, hängt von Einkommen, Steuersatz, Eigenkapital und Zeithorizont ab.
Welche Objekttypen sind in Nürnberg für Kapitalanleger interessant?
Vor allem sanierter Altbau in gewachsenen Stadtteilen, Denkmalobjekte mit erhöhter Abschreibung sowie aufgeteilte Mehrfamilienhäuser. Entscheidend sind Mikrolage, Zustand der Eigentümergemeinschaft und energetischer Standard.
Porträt Silas Seitz
Vertriebsleitung, BM Property Partners
Silas Seitz

Verantwortet den Vertrieb bei BM Property Partners und betreut die Projekte in Nürnberg und Franken.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung. Steuerliche Effekte hängen von Ihrer persönlichen Situation ab; Förderkonditionen und Gesetzeslage können sich ändern. Sprechen Sie vor einer Entscheidung mit Ihrem Steuerberater, wir binden ihn auf Wunsch direkt in die Beratung ein.

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