Kurz gesagt
Eine gute Besichtigung ist vorbereitet: sauberes, helles, aufgeräumtes Objekt, vollständige Unterlagen als PDF, ehrliche Antworten auf die immer gleichen Fragen (Zustand, Nebenkosten, Nachbarn, Sanierungen, Gründe für den Verkauf). Einzeltermine von 30–45 Minuten mit vorqualifizierten Interessenten bringen mehr als Sammelbesichtigungen. Bei vermieteten Objekten muss der Mieter Besichtigungen nach angemessener Ankündigung dulden – gute Abstimmung ist trotzdem entscheidend. Besichtigungen führen wir selbst; Sie müssen nicht anwesend sein.
Teil unseres Leitfadens Immobilie verkaufen: der Ablauf in acht Schritten – dort finden Sie den Überblick über alle Stationen bis zum Notar.
Käufer entscheiden emotional in den ersten Minuten und begründen rational in den folgenden dreißig. Beides lässt sich vorbereiten. Hier ist, wie wir Besichtigungen führen – und was Sie vorher tun können.
Wie bereite ich das Objekt vor?
- Sauber, hell, aufgeräumt. Fenster geputzt, Vorhänge offen, alle Lampen an, Böden frei. Das klingt banal und ist der größte Hebel.
- Temperatur und Luft. Im Winter geheizt, im Sommer gelüftet. Keine Duftkerzen, kein Raumspray – beides wirkt, als würde etwas überdeckt.
- Persönliches reduzieren. Familienfotos, Post, Medikamente, Wäsche weg. Der Käufer soll sich selbst dort sehen.
- Jeder Raum eine Funktion. Das Abstellzimmer wird zum Arbeitszimmer, die Rumpelkammer zum Gästezimmer.
- Außen zählt zuerst. Eingang, Briefkasten, Klingelschild, Hausflur, Garten – der Eindruck entsteht vor der Haustür.
- Sichtbare Mängel beheben. Tropfender Hahn, lose Leiste, defekte Glühbirne: jedes Detail wird in der Verhandlung zu einem Argument.
Welche Unterlagen sollten bereitliegen?
Grundriss mit Wohnflächenberechnung, Energieausweis (Pflicht bei der Besichtigung!), bei Wohnungen Teilungserklärung, Protokolle, Wirtschaftsplan und Jahresabrechnung, bei vermieteten Objekten Mietvertrag und Nebenkostenabrechnung, Nachweise über Sanierungen. Wir stellen das als digitalen Datenraum bereit, auf den ernsthafte Interessenten nach der Besichtigung Zugriff bekommen. Wer Unterlagen nachreichen muss, verliert Tage – und Käufer.
Kostenfreie Einwertung – begründet, schriftlich, ohne Auftrag.
Wir sehen uns Lage, Zustand, Mietsituation und Vergleichsverkäufe an und sagen Ihnen 48 Stunden nach dem Termin, was Ihre Immobilie realistisch bringt. Verkauf in ganz Bayern, Ansprechpartner: Daniel Benker.
Einwertung anfragen → Oder direkt: +49 173 2511277 · info@bm-pp.comEinzel- oder Sammelbesichtigung?
Wir machen Einzeltermine von 30–45 Minuten mit vorqualifizierten Interessenten – also mit Menschen, deren Suchprofil passt und die eine Finanzierung zumindest angefragt haben. Sammelbesichtigungen erzeugen Druck, aber selten bessere Preise: Ernsthafte Käufer wollen Zeit, um zu messen, Fragen zu stellen und ein zweites Mal zu kommen. Und sie beschädigen das Verhältnis zu Mietern und Nachbarn. Zwei gute Besichtigungen pro Woche sind mehr wert als zwanzig an einem Samstag.
Welche Fragen stellen Käufer – und wie antworten Sie?
| Frage | Was dahintersteckt | Gute Antwort |
|---|---|---|
| Warum verkaufen Sie? | Suche nach verstecktem Mangel | Ehrlich und kurz: Umzug, Erbschaft, Veränderung. Ausweichen weckt Misstrauen. |
| Was kostet das Haus im Monat? | Tragfähigkeit der Finanzierung | Hausgeld/Nebenkosten mit Aufteilung, Grundsteuer, Heizkosten der letzten zwei Jahre – mit Belegen. |
| Was wurde wann saniert? | Verdeckte Kosten | Liste mit Jahreszahlen und Rechnungen. Was nicht gemacht wurde, ebenfalls nennen. |
| Wie sind die Nachbarn / die Gemeinschaft? | Konfliktrisiko | Sachlich; Protokolle sprechen für sich. |
| Gibt es Mängel? | Haftung und Preis | Bekannte Mängel nennen – sie gehören ohnehin in den Kaufvertrag; Verschweigen ist Arglist. |
| Ist der Preis verhandelbar? | Test | „Der Preis ist begründet; wenn Sie ein Angebot machen, sprechen wir darüber.“ Keine Zahl nennen. |
Sollte ich als Eigentümer dabei sein?
Besser nicht. Käufer äußern sich freier, wenn der Eigentümer nicht im Raum steht, und Eigentümer verhandeln ungewollt – durch Reaktionen, durch Erklärungen, durch Emotion. Wir führen die Besichtigungen und berichten Ihnen danach: wer da war, was gefragt wurde, wie die Reaktion auf den Preis war. Jede Woche bekommen Sie einen kurzen Stand.
Wie läuft die Besichtigung bei vermieteten Objekten?
Der Mieter muss Besichtigungen zu angemessenen Zeiten und nach angemessener Ankündigung (üblich: mindestens drei bis vier Tage vorher, werktags tagsüber oder nach Absprache) dulden – aber er muss nicht aufräumen, nicht freundlich sein und nicht jeden Termin annehmen. Deshalb: Mieter früh informieren, Termine bündeln (zum Beispiel ein Nachmittag mit drei Einzelterminen), eine kleine Anerkennung anbieten und bei Kapitalanlegern als Käufern die Besichtigung oft ganz vermeiden – Anleger entscheiden auf Basis von Unterlagen und einem einzigen Termin. Mehr in Vermietete Wohnung verkaufen.
Was passiert nach der Besichtigung?
Wir fragen innerhalb von 24 Stunden nach: Interesse, offene Fragen, Finanzierungsstand. Ernsthafte Interessenten bekommen den Datenraum und das Angebot für einen zweiten Termin mit Partner, Eltern oder Handwerker. Wer ein Angebot abgeben will, legt eine Finanzierungsbestätigung oder einen Eigenkapitalnachweis vor – vorher gibt es keine Reservierung.
Stand: 1. Oktober 2026. Rechtsstand und Marktdaten werden regelmäßig geprüft; Gesetzesänderungen können die Angaben überholen.